Ein Gasdetektor von Hesion wird in der Justizvollzugsanstalt Poissy gefertigt
2019 hat Hesion einen CSR-Aktionsplan (gesellschaftliche Unternehmensverantwortung) ins Leben gerufen. Clémentine und Ayman, die beide bereits bei Hesion tätig waren, wurden beauftragt, mögliche Handlungsfelder zu ermitteln, um einen Beitrag zur Verbesserung der Gesellschaft zu leisten. Umweltfragen, soziale Herausforderungen – zahlreiche Themen wurden geprüft. Mit Stolz wurde schließlich im Oktober 2019 die erste Hesion-Werkstatt zur beruflichen Wiedereingliederung in der Justizvollzugsanstalt Poissy eröffnet. Seitdem wird dort ein Gasdetektor von Hesion gefertigt. Ein Rückblick auf eine außergewöhnliche menschliche Erfahrung.
Wie entstand dieses Projekt einer Werkstatt zur beruflichen Wiedereingliederung im Gefängnis ?
Für das Hesion-Team war schnell klar, dass es sich für die berufliche Wiedereingliederung engagieren wollte. Das erfolgreiche französische Unternehmen mit seiner Gasdetektorenfertigung in Achères steht derzeit vor der Herausforderung eines starken Wachstums. Die Idee von Clémentine, Charles und Ayman ? Das zusätzliche Arbeitsvolumen nutzen, um Menschen Arbeit und Qualifizierungsmöglichkeiten zu bieten, die nicht immer diese Chance erhalten. Unter der Leitung von Virginie wurde zunächst eine Werkstatt zur beruflichen Eingliederung für Menschen mit Behinderung eingerichtet. Aufgrund der positiven Ergebnisse entstand anschließend ein zweites Werkstattprojekt. Diesmal mit dem Ziel, die berufliche Wiedereingliederung von Strafgefangenen zu fördern.
Eine Initiative, die verbindet und intern geschätzt wird
Nachdem die Idee feststand, nahm das Projekt im März 2019 Gestalt an. Das CSR-Team recherchierte zunächst umfassend, wie man « Konzessionär » einer Werkstatt im Gefängnis werden kann, und besuchte anschließend den Arbeitsbereich der Justizvollzugsanstalt Poissy. Im April wurde das Projekt den Beschäftigten von Hesion vorgestellt. Es stieß auf Zustimmung : Die meisten Mitarbeitenden fanden die Initiative interessant. Im August folgte eine interne Ausschreibung in der Haftanstalt, um einen Mitarbeiter für die Fertigung des künftigen Gasdetektors zu finden.
7 Gefangene bewarben sich, 5 von ihnen nahmen an Vorstellungsgesprächen teil. Sorgfalt, Genauigkeit und Motivation waren die wesentlichen Eigenschaften, auf die das CSR-Team von Hesion Wert legte. Im September wurde die Werkstatt eingerichtet. Hesion stellte die für die fachgerechte Fertigung der Gasdetektoren erforderlichen Werkzeuge, Schutzausrüstungen und Materialbestände bereit. Im Oktober wurde die Werkstatt schließlich eröffnet. Um den Zusammenhalt rund um das Projekt zu stärken, konnten interessierte Hesion-Mitarbeitende die Werkstatt sogar vor Ort besichtigen. Heute kümmern sich insbesondere Charles, Ciprian und Florian um Schulung, Kontrolle und Logistik zwischen den beiden Standorten.
Sehr ermutigende erste Ergebnisse
Ciprian betreut die Arbeit des Gefangenen. Nach einer ganztägigen Schulung besucht er ihn zweimal pro Woche in der Justizvollzugsanstalt Poissy. Er unterstützt ihn und überprüft den ordnungsgemäßen Ablauf der Fertigungsschritte. Die Aufgabe des Gefangenen besteht in der Montage und Verdrahtung einer Gasleckmeldezentrale. Dabei handelt es sich um den Gasdetektor Distalarm Serie 200. Nach eineinhalb Monaten Betrieb sind die Ergebnisse sehr ermutigend ! Neben den positiven Rückmeldungen aus der Haftanstalt wurden bereits die ersten 22 Geräte fertiggestellt : zu 100% fertig montiert und getestet ! Das war bei Hesion sogar Anlass für eine kleine interne Feier.

Und welchen Nutzen hat das für die Inhaftierten?
Diese Initiative ermöglicht es Inhaftierten, Berufserfahrung in ihrem Lebenslauf vorzuweisen. Meist stehen sie am Ende einer langen Haftstrafe und können sich so auf ihre Entlassung vorbereiten. Die Fähigkeit, einen Arbeitsplatz zu finden, ist ein wichtiger Schritt für eine erfolgreiche Wiedereingliederung. Durch die praktische Erfahrung bei der Herstellung eines Gasdetektors erwerben die Inhaftierten Kompetenzen, die ihnen nach der Haftentlassung zugutekommen. Hesion kann diese Kompetenzen bescheinigen.
Mit diesem CSR-Engagement will Hesion es nicht bewenden lassen. Innerhalb von 1 Jahr hat das Team um Charles, Clémentine und Ayman gleich zwei Projekte zur beruflichen Wiedereingliederung, ein Recyclingprogramm und einen Aktionstag für den Permakulturverein ELLSA ins Leben gerufen, der einen lokalen Sozialladen mit Lebensmitteln versorgt. Für 2020 hat sich das Team fest vorgenommen, all diese Maßnahmen dauerhaft zu etablieren. Die Werkstatt der Justizvollzugsanstalt Maison Centrale de Poissy könnte sogar zu einem echten Fertigungszentrum für Gasdetektoren werden. Künftig könnte auch die Einbindung weiterer Inhaftierter ein Ziel sein. Charles, Produktionsleiter, ist überzeugt: « Es ist wirklich wichtig, das Bild des Unternehmens zu erweitern! ».
Mit diesem starken CSR-Engagement zeigt Hesion, dass ein Unternehmen längst nicht mehr nur innerhalb seiner eigenen vier Wände wirkt…
← Alle Neuigkeiten zur Gasdetektion